Arcor hebt Porno-Filter auf

Der Provider Arcor hat die Sperrung bestimmter IP-Adressen für deutsche Internetnutzer wieder aufgehoben. Ursprünglich wollte man auf Drängen des deutschen Porno-Anbieters Kirchberg Logistik lediglich drei Porno-Seiten ohne Alterskontrolle sperren. Dazu sperrte man einfach die IP-Adressen der betreffenden Server. Das erwies sich im Nachhinein als ungeschickt, da neben dem Porno-Portal Privateamateure.com auch harmlose Seiten wie Barathstars vom Hosting-Providern GoDaddy betrieben werden.

Experten äußern sich ohnehin kritisch zu der Sperrung von IP-Adressen und bezeichnen diese Methode als Aktionismus. SPIEGEL ONLINE zitiert dazu den Informatiker Stefan Köpsell: “Ich halte IP-Sperrungen für Aktionismus. Man tut etwas, um etwas zu tun, nicht weil es wirksam ist.” Zudem waren offenbar die Porno-Anbieter immer schneller als Acor gewesen und hatten ihre IP-Adresse geändert, so dass eine Sperrung seitens Acor gar nicht greifen konnte. Ebenfalls seien gesperrte IP-Adressen über Anonymisierungs-Dienste wie JAP problemlos zu öffnen.

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